Bewusstsein,  Gesundheit,  Spirit,  Selbsterkenntnis

Unsere Seele zeigt uns immer den Weg der Heilung

Für uns alle ist es wichtig in die Heilung zu kommen, denn ich denke, nur wenn wir all unsere Themen, alte Muster und Traumata heilen, können wir uns in Gänze erfahren und sozusagen aufsteigen in ein höheres Bewusstsein. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn wir wirklich heil werden wollen, uns unsere Seele auch den Weg der Heilung zeigt.

Es ist ca. 20 Jahre her, als ich mit Freunden in den Ski-Urlaub gefahren bin. Wir fuhren mit dem Auto und ich freute mich schon sehr, dort anzukommen. Aber während der Fahrt dorthin, bekam ich immer stärkere Kopfschmerzen und als wir am Urlaubsort ankamen, war ich nicht mehr in der Lage, noch etwas anderes außer Schmerz zu empfinden. Die Eigentümer des Hotels ließen einen Arzt kommen, der aber nichts feststellen konnte und mir nur sehr starke Schmerzmittel gab. So lag ich dann ca. 1 Woche dort im Bett, nahm alle 3-4 Stunden 1000mg eines Schmerzmittels aber nichts wollte helfen. Ich war kaum in der Lage aufzustehen, konnte keine Nahrung aufnehmen und schaffte es nur gerade so, ab und an mal einen Schluck Wasser zu mir zu nehmen. Nach einer Woche, der Schmerz war nach wie vor unverändert, reiste ich wieder ab. Zuhause angekommen verbrachte ich 4 weitere Wochen im Bett mit unverändert starken Schmerzen. Ich war soweit aufzugeben und wünschte, dass ich jetzt einfach sterben würde, damit das Leiden ein Ende hat.

Mein Zustand glich einem anhaltenden Delirium und hatte mit Leben nicht mehr viel zu tun – so muss es wohl sein, wenn man starkes Morphium bekommt. Und als ich so da lag und bereit war zu gehen, meldete sich plötzlich (m)eine innere Stimme, wobei es weniger eine Stimme im herkömmlichen Sinne war, sondern eher wie ein Gedanke in Form von Bildern. Mir wurde empfohlen, mir die wunderbare Wärme der Sonne vorzustellen. Ich sollte es mir direkt vor meiner Stirn vorstellen, dort, wo der Schmerz am stärksten war. Dann erschienen weitere Bild – eher so wie eine Videosequenz – die mir zeigten, dass ich mir vorstellen solle, wie die Wärme wie zarte Wellen den Schmerz vom zentralen Schmerzpunkt aus nach außen massieren würden.

Da eh nichts anderes mehr half und mein Verstand/Ego aufgrund der Medikamente auch nicht mehr in der Lage war, darüber nachzudenken, ob das jetzt Quatsch ist und wo das jetzt überhaupt gerade herkommt, schloss ich die Augen, stellte mir die wärmende Sonne vor meiner inneren Stirn vor und fühlte plötzlich, wie sanfte Wellen meinen Schmerz wegmassierten. Ich kann nicht sagen, wie lange ich das so habe geschehen lassen, gefühlt war es bestimmt eine gute halbe Stunde. Irgendwann verblasste die Sonne und ich kam irgendwie mehr zurück in mein Tagesbewusstsein und stellte fest, dass der Schmerz nicht mehr vorhanden war. Erst traute ich mich nicht, mich zu bewegen immer noch in der Furcht vor einem wiederkehrenden Schmerz, doch auch, als ich mich vorsichtig bewegte, stellte ich mit absolutem Erstaunen und Dankbarkeit fest, dass der Schmerz wirklich vollkommen weg war.

Zwei Wochen später bekam ich, durch ein „zufälliges“ Gespräch mit einem Bekannten, einen Termin bei einem Arzt, der feststellte, dass sich durch den extremen Höhenunterschied eine Art Vakuum in meiner hinteren Stirnhöhle gebildet hatte und ich das zukünftig verhindern könne, wenn ich einfach nur vor solchen Reisen, ein Nasenspray benutzten würde.

Aber im Grunde bin ich bis heute froh, dass ich es selbst am Ende hinbekommen hatte und diese wunderbare, wenn auch extrem schmerzliche Erfahrung machen konnte. Seit dieser Erfahrung achte ich immer darauf, welchen Weg mir meine Seele zeigt, um heil zu werden. Sei es ein Trauma, ein altes Muster oder gar eine Krankheit, sie weiß bei allem immer den richtigen Weg.