• "Es gibt nur zwei Arten, sein Leben zu leben: Entweder so, als gäbe es keine Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder."

    Albert Einstein

  • "Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, sind Kleinigkeiten, verglichen mit dem was in uns liegt."

    Ralph Waldo Emerson

  • "Das Glück der Erkennenden mehrt die Schönheit der Welt und macht alles, was da ist, sonniger."

    Friedrich Nietzsche

  • "Nimm dir Zeit, um froh zu sein; es ist die Musik der Seele."

    irischer Segenswunsch

  • "Sei du selbst! Alle anderen sind bereits vergeben."

    Oscar Wilde

  • "Frieden wird in die Herzen der Menschen kommen, wenn sie ihre Einheit mit dem Universum erkennen."

    Black Elk (Lakota, Medicine Man)

  • "Sich selbst zu lieben ist der Anfang einer lebenslangen Romanze."

    Oskar Wilde

  • "Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind."

    Jean Anouilh

Nehmen wir uns noch die Zeit für mit-"Gefühl"?

Im neuen Zeitalter des Heilungs- und Erleuchtungsfiebers, scheint es so, dass wir manchmal vergessen, was wirklich wichtig für uns und unsere Mitmenschen ist. Ich selbst muss gerade an eine gute Freundin denken, die seit einer ganzen Weile eine gefühlsauf- und durchwühlende Zeit erlebt. Und auch, wenn ich in Momenten, in denen sie vor mir sitzt und weint, für sie da bin und Mitgefühl habe, neige ich dazu, gedanklich das weise Buch des Lebens zu zücken und meine Überlegungen zum besten zu geben. Aber ist es das, was ein Mensch in diesem Moment braucht? 

Ich denke, was ein jeder in diesem Moment benötigen würde, wäre einfach die Möglichkeit, sich jemandem anzuvertrauen, sich anzulehnen, das Ventil zu öffnen und seine Gefühle herauszuweinen, denn nur das bringt (für mein Gefühl) wahre Erleichterung im Herzen. Ich stelle immer häufiger fest, dass unser Mitgefühl und damit meine ich kein Mit"leid", und unsere Menschlichkeit bei dem ganzen Bla Bla um Erlösung und Erleuchtung auf der Strecke bleiben.

Und vielleicht entdecken wir, wenn wir einmal genauer hinschauen, dass wir das nur tun, weil sich - auch für uns - eine neue Möglichkeit des nicht Hinschauen müssens und damit verdrängen könnens, aufgetan hat. Früher gab es innere Schubladen, in die wir unsere Erinnerungen und Schmerzen packten, weil sie niemand hören wollte und weil wir selbst oft nicht in der Lage waren, sie anzuschauen, da wir uns hilflos und allein gelassen fühlten. Heute sind es nun die weisen Worte die wir als Deckel auf das Ventil packen.

Ich möchte nicht, dass dies jetzt falsch verstanden wird, all diese "weisen Worte" von Heilung und Erleuchtung, tragen einen tiefen Sinn und entsprechen sicherlich auch der von vielen empfundenen Wahrheit, aber wenn jemand z. B. gerade einen Autounfall hatte und "verletzt" ist, sorge und kümmere ich mich doch auch erst einmal um seine Wunden bis sie verheilen und erkläre ihm nicht - während er vielleicht verblutet ;) - welchen Wink ihm gerade das Schicksal geben wollte und was er doch jetzt ganz tolles daraus lernen könne. Für dieses Erkennen und Verstehen ist nach dem gerade erlebten Schmerz oder nach der einen innerlich zerreissenden Trauer noch genug Zeit.

Ich glaube die Menschen haben sich damals in einem Extrem befunden und wir neigen gerade dazu, in das andere Extrem zu fallen. Doch ich persönlich fühle und glaube in der Mitte, "im Herzen", liegt die Kraft und der wahre Weg. Es hält die Balance zwischen allem was ist, denn es wird immer LICHT und SCHATTEN geben.

Sonja Höhle