Bewusstsein,  Spirit

Wenn unsere Lieben hinübergehen

Seit ein paar Jahren beobachte ich, dass immer mehr Menschen unsere Seite verlassen. Natürlich ist es normal, dass Seelen kommen und gehen, doch mir scheint, dass gerade in den letzten Jahren verhältnismäßig viele Seelen beschließen, auf die andere Seite zu wechseln und immer häufiger geschieht das sozusagen förmlich über Nacht und ohne erkennbare Ankündigung.

Ich denke dafür gibt es wohl mehrere Gründe. Zum einen spüren wir alle, dass die Energien immer höher und schneller werden. Sie bringen uns stärker als je zuvor in unsere Prozesse, sie fordern uns auf hinzuschauen, zu lösen und zu heilen. Für einige Seelen scheint dies eine zu große Herausforderung zu sein, so dass sie beschließen, sich eine Auszeit zu nehmen.

Und zum anderen schaffen es immer mehr Seelen, eben u.a. aufgrund der Energieerhöhung, ihre Altlasten zu lösen und ein weiteres Hierbleiben scheint dann für ihre Entwicklung nicht mehr nötig zu sein.

Aber warum auch immer eine Seele beschließt zu gehen, wir, die hier bleiben, müssen lernen mit der scheinbaren Trennung umzugehen. Ich habe selbst in den letzten Jahren mehrere Menschen gehen sehen und nicht immer war der Abschied leicht. Umso schöner war es dann, wenn sich die Seelen nach einer gewissen Zeit bei mir gemeldet haben. Sie ließen mich wissen, dass es ihnen gut geht und einer spielte mir sogar auf liebevolle Art streiche, um mich wieder zum lachen zu bringen.

Unsere Lieben sind nicht weg, sie sind nur auf eine andere Ebene gewechselt und nach wie vor im Stande, auf die eine oder andere Art Kontakt mit uns aufzunehmen, wir müssen nur aufmerksam sein, um ihre Zeichen zu erkennen.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie es war, als meine Mutter starb. Ich wartete mehrere Monate darauf, doch endlich von ihr ein Zeichen zu bekommen, aber scheinbar wollte sie sich nicht bei mir melden. Eines Abends, ich war ganz schön traurig darüber, sie nicht mehr wahrzunehmen, sprach ich mit ihr, während ich im Bett lag und sagte „mach doch einfach das Licht immer wieder an und aus, damit ich weiß, dass du noch da bist“ und ich hörte plötzlich eine Stimme, die mir sagte, „das klappt nicht, denn dein Verstand würde es sofort bezweifeln und davon ausgehen, dass es sich nur um Stromschwankungen handelt“. Hmm, die Stimme hatte Recht, im zweifel würde ich genau so denken. Also schlug ich ihr als nächstes vor, dass sie etwas runterwerfen solle, aber prompt hörte ich die Stimme, die mir sagte, dass ich ebenso daran zweifeln und davon ausgehen würde, dass ich wahrscheinlich selbst den Gegenstand einfach zu nah an die Kante gestellt hätte.

Total frustriert über die ständigen Gegenargumente bot ich ihr an, dann eben durch meine damals 7 Monate alte Tochter zu sprechen, die neben mir in ihrem Kinderbettchen schlief. Da ich nicht davon ausging, dass das nun funktionieren würde und selber dachte, dass das eine absolut dämliche Idee war, denn meine Tochter konnte zu diesem Zeitpunkt nichts außer „Pap“ plappern, drehte ich mich um und wollte gerade einschlafen, als ich ein rascheln aus dem Kinderbettchen neben mir hörte. Ich schaute zu meiner Tochter, die sich mit geschlossenen Augen am Gitterbettchen hochzog und plötzlich zweimal ganz laut und deutlich in meine Richtung „Mama da“, „Mama da“ sagte. Danach legte sie sich wieder hin, als sei nichts gewesen und schlief weiter.

Ich war völlig perplex und selbstverständlich versuchte mein Verstand sofort, eine logische Erklärung dafür zu finden, doch ich fand diesmal keine. Auch am nächsten Morgen, als ich meine Tochter bat, doch noch einmal „Mama“ zu sagen, denn mein Verstand vermutete, dass sie ja vielleicht über Nacht sprechen gelernt hatte, drang nichts als ein freudiges glucksen aus ihrer Kehle.

Mir wurde in diesem Moment klar, wie sehr wir doch vom Verstand her konditioniert sind und wie wenig wir doch den Zeichen und Wahrnehmungen vertrauen. Wir müssen uns „wieder“ erinnern, dass es viel mehr gibt, als der Verstand in der Lage ist zu erfassen. Und dann werden wir auch wieder spüren und erkennen, dass unsere Lieben immer bei uns sind.