Allgemein,  Spirit

Wie innen so außen

In und mit der Außenwelt zu leben, scheint eine der größten Herausforderungen im Leben zu sein. Wir werden in diese Welt hineingeboren und lernen, sich in ihr zurecht zu finden. Viele empfinden die Außenwelt als einen – wie der Name schon sagt – äußeren und damit vom eigenen und inneren Selbst getrennten Bereich.

In den letzten Jahrzehnten erwacht jedoch ein, von früheren Kulturen gelebter Glaube, wieder zu neuem Leben. Diese Überlieferungen besagen, dass es keine Trennung zwischen Innen und Außen gibt und dass alles zwar einerseits individuell aber andererseits doch „Eins“ ist.

Nun wird es wahrscheinlich für jemanden, der sich noch nie mit diesem Gedanken beschäftigt hat, erst einmal ein befremdliches Gefühl auslösen, denn das durch die Erziehung und das Verhalten der Umwelt erlernte Verständnis prägte uns mit dem Gefühl der Isolation. Was wäre aber, wenn an der Redewendung „wie Innen so Außen“ wirklich etwas dran ist? Dann würden Gefühle wie allein sein, getrennt sein oder sogar einsam sein, schon bald der Vergangenheit angehören.

Ich möchte nun versuchen, dir das Verstädnis des „Eins-Seins“ anhand der nachfolgenden Beispiele etwas näher zu bringen.

Kraft der Gedanken

Positive Gedanken beeinflussen das Leben, woraus man schließen und erkennen kann, dass alles miteinander verbunden sein muss. Hierzu möchte ich etwas aus einem Buch von Lynn Grabhorn Aufwachen, Dein Leben wartet zitieren.

… Vor Jahren, überredete mich meine Freundin Mindy, mir mit ihr zusammen ein Baseball-Spiel anzuschauen. Ihr Sohn spielte mit, aber es war nicht der Grund, warum ich mitkommen sollte. Ich konnte Mindy noch so viel löchern, sie verriet mir nichts über ihr geheimnisvolles Vorhaben. Also dachte ich, was soll’s, und ging einfach mit.

… Ihr Sohn Jessie war an der Reihe, den Ball zu schlagen. Jessie war sehr klein, richtig winzig im Vergleich zu dem langen Schläger, den er in der Hand hielt. Ganz locker und selbstbewusst nahm er seinen Platz ein und schlug den ersten Ball. Der flog so weit über die Büsche am Spielfeldrand, dass er gar nicht mehr zu finden war. Ich war völlig platt, die Menge flippte aus, und Mindy zwinkerte mir zu.

Diese unglaubliche Szene wiederholte sich sage und schreibe viermal. Dieser kleine Schlagmann war eine Sensation, ein lebendes Phänomen. Als das große Schulterklopfen vorbei war, kämpfte ich mich durch die Masse zu ihm durch und fragte ihn, „Jessie, wie machst Du das? Wie schaffst Du so viele Home-runs?“ „Keine Ahnung“ kommentierte er schüchtern und winkte dabei einigen aus seinem Team zu. „Jedes Mal, wenn ich den Schläger in der Hand halte, versuche ich einfach zu fühlen, wie ich mich mit ihm verbinden kann und dann ziehe ich durch“.

Das synchronistische Prinzip

„Es gibt keine Zufälle“ ist ein Ausspruch der modernen Zeit. Verdeutlicht werden soll damit, dass nichts einfach nur „ausversehen“ oder eben „einfach so“ ohne tieferen Sinn passiert.

Man geht mehr und mehr dazu über, das Wort „Zufall“ von einer anderen Seite aus zu betrachten und zwar, dass etwas einem „zu“-fällt in Form des synchornistischen Prinzips.

Carl Gustav Jung hat sich mit diesem Thema beschäftigt. Er bezeichnete relativ zeitnah aufeinander folgende Ereignisse, die nicht über einen Kausalbeziehung (Ursache und Wirkung) verknüpft, aber durch einen Informationsbezug verbunden sind, als eine Synchronizität. Hierbei handelt es sich um Ereignisse die im Inneren entstehen und sich, wie ein Spiegel / einer Entsprechung im Äußeren manifestieren. Um dieses Ereignis tatsächlich als solches definieren zu können, muss das innere Erlebnis vor und somit chronologisch („synchron“) oder im gleichen Moment mit dem äußeren Ereignis geschehen.